GEWÄHRLEISTUNG  
  Umtauschrecht  
  Sachmangelhaftung  
  Verjährung  
  Beweislast  
  Haftungsausschluss  
  Lieferantenregress  
  Garantie  
  Fragen  
  Sachmangelhaftung  
  Nacherfüllung  
  Rücktritt  
  Minderung  
  Schadenersatz  
  Ist die Kaufsache mit einem Mangel behaftet, finden die gesetzlichen Gewährleistungsregeln Anwendung. Der Verkäufer ist gemäß § 433 BGB verpflichtet, dem Käufer die Sache frei von Rechts- und Sachmängeln zu verschaffen. Übergibt der Verkäufer dem Käufer also eine fehlerhafte Ware, so ist nicht vertragsgemäß geleistet worden. Hier stehen dem Käufer gesetzliche Ansprüche zu. Ein Mangel der Kaufsache liegt dann vor, wenn ihr tatsächlicher Zustand zum Zeitpunkt der Übergabe von der Beschaffenheit abweicht, die Verkäufer und Käufer bei Abschluss des Kaufvertrages vereinbart haben, bzw. die dem üblichen Verwendungszweck entspricht. Als vereinbart gelten regelmäßig auch alle die Eigenschaften der Sache, die sich aus Werbeaussagen oder Produktbeschreibunten ergeben. Dass Werbeversprechungen oder Verpackungsaussagen meist vom Hersteller und nicht vom Verkäufer getroffen wurden, ist für den Anspruch des Käufers gegenüber dem Verkäufer unerheblich. Da auch der Verkäufer von der Werbung des Herstellers profitiert, muss er sich nach dem Willen des Gesetzgebers die Werbeaussagen gegenüber dem Kunden zurechnen lassen. Er kann den Mangel an der Kaufsache dann aber selber gegenüber dem Hersteller im Wege des so genannten „Lieferantenregress“ geltend machen.  
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  Nacherfüllung  
  Ist die Ware mangelhaft, hat der Käufer einen Anspruch auf Nacherfüllung gemäß § 439 BGB. Er kann damit zwischen Nacherfüllung („Beseitigung des Mangels“) und Ersatzlieferung („Lieferung einer mangelfreien Sache“) wählen. Nacherfüllung ist z.B. die Reparatur der Gangschaltung des gekauften Fahrrades. Die Ersatzlieferung ist die Herausgabe eines neuen Fahrrades des gleichen Typs. Der Verkäufer darf die Nacherfüllung nur dann verweigern, wenn diese unmöglich ist (z.B. die Nachlieferung eines Unikates oder einer Sonderanfertigung) oder wenn diese mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden ist. Dabei hat der Verkäufer in jedem Fall die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen  
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  Rücktritt  
  Schlägt die Nachbesserung fehl oder hat der Verkäufer diese verweigert, kann der Käufer Ansprüche vom Vertrag zurücktreten, den Kaufpreis mindern und/oder Schadensersatz verlangen. Gleiches gilt, wenn er dem Verkäufer eine angemessene Frist zur Nacherfüllung eingeräumt hat und diese erfolglos verstrichen ist. Der Rücktritt vom Vertrag führt zu dessen Rückabwicklung. Es sollen die Ware gegen den Kaufpreis zurückgetauscht werden.  
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  Minderung  
  Unter Minderung ist der Anspruch auf die Herabsetzung des Kaufpreises zu verstehen. Die Berechnung der Kaufpreisminderung richtet sich dabei nicht nach den (oft unterschiedlichen) Vorstellungen des Käufers oder des Verkäufers, sondern ist durch Schätzung zu ermitteln, wobei auf den Wert der Sache in mangelfreiem Zustand im Verhältnis zu dem tatsächlichen Wert abzustellen ist.  
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  Schadenersatz  
  Der Schadensersatzanspruch richtet sich auf Ersatz der Kosten, die für die Beseitigung des Mangels erforderlich sind, oder die durch den Mangel an anderen Rechtsgütern verursacht wurden oder aufgrund der Verzögerung der Nacherfüllung entstanden sind. Der Verkäufer haftet hierbei für Fahrlässigkeit, d.h. für das Außerachtlassen der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt.  
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