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  Umtauschrecht  
  Viele Kunden meinen, sie könnten gekaufte Gegenstände ohne Angabe von Gründen innerhalb eines bestimmten Zeitraums an den Händler zurückgeben oder umtauschen. Ein solches Umtauschrecht ergibt sich aus Gesetz jedoch nicht. Vielmehr lautet der Grundsatz „Vertrag ist Vertrag“, so dass einmal geschlossene Verträge auch einzuhalten sind. Nur ausnahmsweise räumt das Gesetz dem Kunden ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ein. Dies ist bei Haustür-, Fernabsatz- und Verbraucherkreditgeschäften der Fall, da hier der Kunde vor Überrumpelung und vor übereilten Schuldverpflichtungen geschützt werden soll. Darüber hinaus hat der Kunde nur dann einen Anspruch auf Rückgabe der Kaufsache bei Nichtgefallen, wenn ihm der Verkäufer ein solches Rückgaberecht „freiwillig“ vertraglich eingeräumt hat. Dies kann im Verkaufsgespräch erfolgen, oder sich aus den AGB des Verkäufers ergeben. Wird dem Kunden ein Rückgabe- oder Umtauschrecht bei Nichtgefallen eingeräumt, ist der Verkäufer daran auch gebunden. Die Verpflichtung des Verkäufers richtet sich in diesem Fall nach dem Inhalt der Abrede. Anders als bei der gesetzlichen Gewährleistung ist der Verkäufer aber nicht in jedem Fall verpflichtet, den Kaufpreis zurückzuerstatten. Er kann das Umtauschrecht auch dahingehend beschränken, dass die Kaufsache (nur) gegen ein anderes Produkt aus dem Sortiment eingetauscht bzw. ein Warengutschein ausstellt wird.  
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